Flirt Lexikon
U - und Tschüss

Der heißt Flirt hat sich bei genauerer Betrachtung als lauwarm oder gar als Dünnbrettbohrer entpuppt. Oder: Sie haben festgestellt, dass der Typ zwar ganz nett ist, aber zu mehr reicht es einfach nicht. Noch schlimmer: Sie wollten nur ein unverbindliches Geplänkel, Ihr Flirt-Partner dagegen offenbar was fürs Leben. Das kann passieren. Jetzt stellt sich nur die Frage: Wie wird man ihn schnell und so elegant wie möglich wieder los? Immer gut sind nebulöse Floskeln wie „Ich muss dann mal weiter..." oder „War nett, Sie kennenzulernen". Auch vorgetäuschte Termine („Hilfe, so spät schon..."), vermeintliche Anrufe auf dem Handy, das natürlich auf Vibrationsalarm gestellt ist („Ein wichtiger Auftrag..."), oder die Erwähnung des Lebenspartners („Bin noch mit meinem Freund verabredet...") können zu einem guten Abgang verhelfen. Besteht er trotzdem auf Ihrer Telefon-Nummer oder einem Wiedersehen, hilft nur die Holzhammer-Methode: „Sorry, das möchte ich nicht." Und Tschüss...

V - Vorzüge

Das Schicksal mag bisweilen ungerecht sein. Es überschüttet die Einen mit einer Fülle von Vorzügen und vernachlässigt die Anderen. Aber kaum ein Mensch ist ohne jegliche Vorzüge ausstattet. Finden Sie Ihre heraus und betonen Sie sie. Mit Mode, Kosmetik und Haarschnitten kann man Stärken betonen und Schwächen kaschieren. Weit wichtiger als optische Vorzüge sind allerdings Persönlichkeit, Witz, Charme und Charakter. Als Trost sei hier mit einem Vorurteil aufgeräumt: Auffallende Schönheiten sind nicht etwa begehrter als die Durchschnittsfrau, sondern oft einsamer. Psychologen haben nämlich herausgefunden, dass Männer das Risiko scheuen. Und bei einer besonders attraktiven Frau wird das Risiko, eine Abfuhr zu bekommen, wesentlich höher eingeschätzt. Während Männer also heimlich von Models oder Hollywoodstars schwärmen, wählen sie die ganz normale Frau mit all‘ ihren Fehlern und Schwächen bevorzugt zur Langzeitpartnerin.

W - Was heißt das?

Der Ausdruck „Flirten" kommt nicht etwa - wie die meisten neudeutschen Begriffe - aus dem Englischen, sondern entstand in Frankreich, wo man sich ja rühmt, Experten in amourösen Angelegenheiten zu sein: „fleurter" bedeutet „blühen, sich entfalten". Und das sollte ein Flirt auch sein: Man entfaltet seinen Charme und bringt ein bisschen Sonnenschein ins Leben - ins eigene und das anderer. Flirten bedeutet, etwas zu geben, ohne sich dabei ganz herzugeben. Ein Flirt ist kein Versprechen sondern ein Spiel, bei dem alles offen ist: Es kann unverbindlich bleiben, aber auch weitergehen...

X - Xanthippe

Neudeutsch auch Zicke genannt. Etwas, was Männer in die Flucht schlägt. Hierzu sind zwei Dinge anzumerken: Für manche Vertreter des sogenannten starken Geschlechts sind Frauen bereits Zicken, wenn sie nicht auf ihre unpassenden Scherze oder fragwürdigen Komplimente eingehen. Grämen Sie sich nicht, denn diese Burschen sind ohnehin zum Abhaken. Alle anderen Fälle eines eventuellen Zicken-Vorwurfs sollten auf Sie nicht zutreffen, nachdem Sie diese Tipps gelesen haben, vor allem den letzten (zuhören). Was Sie auf keinen Fall machen sollten: Sich unter der „Androhung", als Zicke abqualifiziert zu werden, auf etwas (oder jemanden) einlassen, das (der) Ihnen gegen den Strich geht.

Y - Yang

In der chinesischen Philosophie das männliche Prinzip - im Gegensatz zum weiblichen Prinzip Yin. Auch in der Human-Biologie spielt das Y eine wichtige Rolle: Das im Zellkern enthaltene Erbgut des Menschen besteht aus X- und Y- Chromosomen. Frauen besitzen zwei X-Chromosomen, während Männer über ein X- und ein Y-Chromosom verfügen. Böse Zungen behaupten, das Y sei nur ein verkümmertes X. Was uns das sagt? Einiges. Und manchmal tröstet es sogar, wenn man von einem Y-Chromonsom-Träger eine Abfuhr bekommen hat.

Z - Zuhören:

Aktives Zuhören macht sympathisch. Denn der andere bekommt das Gefühl: Hier interessiert sich jemand für mich und versteht mich. Widmen Sie Ihrem Gegenüber Ihre volle Aufmerksamkeit, nicken Sie hin und wieder oder signalisieren Sie durch eingestreute Zustimmungslaute („Aha", „Mmh", „Tatsächlich?"), dass Sie ihm weiterhin folgen. Macht er eine Pause zum Luftholen, können Sie die eine oder andere Verständnisfrage stellen. Verzichten Sie jedoch darauf, eine ähnliche Begebenheit aus Ihrem eigenen reichen Erfahrungsschatz zum Besten zu geben. Er wird sich ausgebremst fühlen und den Eindruck bekommen, Sie zu langweilen. Doch keine Angst: Irgendwann wird ihm peinlich bewusst werden, dass er quatscht wie ein Buch und Sie überhaupt nicht zu Wort kommen lässt. Sie dagegen werden auf ihn zurückhaltend und geheimnisvoll wirken. Spätestens dann wird er alles dran setzen, mehr über Sie zu erfahren.