Flirt Lexikon
F - Flirtkiller

Da gibt‘s eine ganze Reihe. Es fängt mit einem ungepflegtem Äußeren oder Mundgeruch an und endet bei Schüchternheit und verlegenem zu-Boden-gucken gepaart mit stereotypen Ja-Nein-Antworten. Auch wer über sein Single-Dasein jammert oder die tragische Geschichte seiner letzten Liebe zum Besten gibt, ist nicht gerade ein attraktiver Flirt-Partner. Weitere Don‘ts: Hand vorm Mund beim Sprechen oder Lachen, Sonnenbrille auf der Nase (behindert Blickkontakt) verschränkte Arme, hektische, zappelige Bewegungen, starre Miene oder Dauergrinsen, herumzupfen an Flaschenetiketten, Kerzenwachs, Nagelhaut oder gar Pickeln (im Notfall schnell auf die Toilette verschwinden), schlecht zuhören, ständig dazwischenquatschen oder an der falschen Stelle übertrieben lachen. Tabuthemen - zumindest in der Anfangsphase des Flirts: Politik, Religion, schwere Krankheits- oder Todesfälle in der Familie, eigene Probleme (Ärger im Job, Arbeitslosigkeit, Wohnungsnot, Geldmangel), sowie Ablästern über den Ex. Auch Mode- und Kosmetikfragen sollten Sie höchstens am Rande erörtern. Das sind keine klassischen Männer-Themen, bei denen er sich als Experte ausweisen kann. Eine weitere Frage, die Sie vorsichtshalber nicht gleich in den ersten fünf Minuten stellen sollten, ist: „Was sind Sie für ein Sternzeichen?" Männer geben nur ungern zu, dass sie Horoskope lesen. Absolut Tabu: Wie süß Sie kleine Kinder finden. Selbst paarungs- und bindungswillige männliche Exemplare fühlen sich von diesen vermeintlichen Nestbau-Plänen in die Flucht getrieben.

G - Gelegenheiten

Gelegenheiten gibt es viele. Man muss nicht jeden Abend durch Kneipe oder Szene-Bars touren, um flirttechnisch zum Zug zu kommen. Ein gutes Anbändel-Pflaster ist auch der Supermarkt, idealerweise zwischen 12 und 14 Uhr (Mittagspause) und von 17 bis 20 Uhr (nach Feierabend). In diesen Zeiten sind Männer üblicherweise damit beschäftigt, Nachschub für den heimischen Kühlschrank zu organisieren. Praktischer Nebeneffekt: Ein Großteil der Supermarkt-Einkäufer sind Singles. Eventuelle Zweifel, räumt ein Blick in den Einkaufskorb aus: Sowohl Fertiggerichte (Pizza) als auch Feinschmecker-Zutaten kennzeichnen den potenziellen Flirt-Partner. Wer dagegen Fischstäbchen und Kinderschokolade zur Kasse karrt, erledigt vermutlich eher den Familieneinkauf. Weitere Flirt-Locations: Sportplätze (von Fußball bis Golf), Volkshochschul-Kurse (von Kochen bis Computer), Baggersee oder Freibäder, Züge und Flugzeuge, U- oder S-Bahnen (am besten nach Feierabend), Tankstellen, das Foyer von Kinos oder Konzerthallen (hier erkennt man an seiner Begleitung gleich, ob er zu haben ist), sämtliche Warteschlangen (Post, Bank, Kasse, Kartenverkauf, Flughafen) und natürlich der Arbeitsplatz, das Treppenhaus oder die Nachbarschaft.

H - Hemmungen

Sind verständlich, aber kontraproduktiv. Denn Sie verpassen möglicherweise eine Menge Spass. Und: Was kann schon passieren, welches Risiko gehen Sie ein? Einen Korb zu bekommen? Hierzu sei angemerkt: Männer geben Frauen nur selten und im äußersten Notfall einen Korb. Aus Neugier, Abenteuerlust oder einfach, weil sie sich geschmeichelt fühlen, lassen sie sich fast immer auf eine - zumindest erste - Annäherung ein, selbst wenn sie gebunden sind. Außerdem: Wenn Sie die nonverbalen Signale kennen, die Männer aussenden, sind Sie schon weitgehend auf der sicheren Seite (siehe Blickkontakt, Körpersprache, Signale).

I - Internet-Flirt

Wer weder Zeit noch Lust hat, sich persönlich auf den Flirtmarkt umzusehen, kann auch über Internet-Portale Kontakte anknüpfen. Unter der Adresse www.singleboersen-vergleich.de findet man kostenlos umfassende Bewertungen der größten Flirtbörsen und Partnervermittlungen. Die wichtigsten Verhaltens-Tipps: Für die Kontaktaufnahme eine eigene E-Mail-Adresse einrichten, persönliche Daten (Adresse, Telefon-Nummer, private oder berufliche E-Mail) erstmal zurückhalten. Auch wenn‘s schwer fällt: Bleiben Sie bei den Infos zur Person bei der Wahrheit und verschicken Sie ein aktuelles Foto. Verzetteln Sie sich nicht: Suchen Sie sich drei, maximal vier interessante Kandidaten aus, die sie anschreiben. Denn, ganz wichtig: Verschicken Sie keine kopierten Standard-Mails - wer nicht ganz auf den Kopf gefallen ist, merkt das und ist verstimmt - sondern verfassen Sie für jeden Ihrer Dream-Boys ein paar persönliche Zeilen. Setzen Sie fürs erste Date ein knappes Zeitlimit von ein bis zwei Stunden (gibt Ihnen bei Nicht-gefallen Rückzugsmöglichkeiten) und legen Sie das Treffen an einen neutralen Ort (Cafe, Museum, Park).

J - Ja

Sagen Sie JA zu sich selbst - das ist die beste Voraussetzung für einen beschwingten Flirt. Trainieren Sie Selbstbewusstsein. Wie? Indem Sie sich zur Abwechselung mal keine Gedanken über Ihre Fehler, Schwächen und Unzulänglichkeiten machen, sondern über Ihre Fähigkeiten, Stärken und Vorzüge. Erstellen Sie dazu eine Liste und lernen Sie sie auswendig. Wann immer sich destruktive Gedanken einstellen, flugs die Liste durchlesen. Lernen Sie vor allem, Komplimente anzunehmen. Wer auf den nett gemeinten Satz „Das ist aber ein schickes Kleid" mit einem verlegenen „Ooch, das ist doch uralt" reagiert, ist vom Status des Profi-Flirters noch meilenweit entfernt. Ein strahlendes „Danke" auf ein Kompliment verbreitet dagegen Charme und erotisches Prickeln. Und das ja schließlich die Basis eines Flirts.