Flirt Lexikon
Hier gehts zum Forum

A - Attraktivität

Ihre Haare sind zu dünn, der Po zu rund, der Busen zu flach? Und überhaupt sind Sie davon überzeugt, dass sich sowieso niemand für Sie interessiert? Deshalb können Sie die Sache mit dem Flirten also gleich vergessen? Falsch! Was Sie vergessen können - und zwar möglichst schnell - ist Ihre schlechte Meinung von sich selbst. Denn Attraktivität liegt nicht nur im Auge des Betrachters - sie kommt tatsächlich von innen. Beobachten Sie mal, wie unattraktiv selbst schöne Menschen werden, wenn sie gerade eine schwere Lebenskrise durchmachen. Und wie andererseits selbst „graue Mäuse" aufblühen, wenn sie verliebt sind. Selbstbewusstsein und Lebensfreude erzeugen eine unwiderstehliche Ausstrahlung und schaffen eine Anziehungskraft, der sich kaum jemand entziehen kann.

B - Blickkontakt

Blicke sind der wirkungsvollste Flirtfaktor. Mit Blicken können wir einen Menschen auf uns aufmerksam machen und ihn anziehen - oder auf Distanz halten. Nicht umsonst sprechen wir von der „Liebe auf den ersten Blick", aber auch vom „bösen Blick", der Menschen vernichten soll. Kein Wunder, Blicke zeigen die kompette Gefühlspalette: Sie können vielversprechend sein, warm, interessiert, funkelnd, strahlend, offen, direkt, begehrlich, entwaffnend, träumerisch, tief, sanft oder sehnsuchtsvoll, aber auch misstrauisch, ausweichend, feindselig, abweisend, kühl, kritisch und sogar vernichtend. Klar ist: Ohne Blickkontakt geht garnichts auf der Flirtebene. Starten Sie mit einem unverbindlichen offenen Blick, werfen Sie dann einen „interessierten" gepaart mit einem Lächeln, um später - bei entsprechender Ressonanz - das Objekt der Begierde mit einem „strahlenden", „sehnsuchtsvollen" oder „begehrlichen" endgültig in Ihren Bann zu ziehen.

C - Chemie

Wenn die nicht stimmt, hat der Flirt keine Chance. Deshalb sollte man akzeptieren: Nicht jeder Mann ist für jede Frau der geeignete Flirtpartner. Geben Sie sich locker und betrachten Sie nicht jedes männliche Wesen im Umkreis von fünf Kilometern als potenziellen Flirt- oder gar Lebenspartner. Gründe, warum wir möglicherweise abgelehnt werden: Er ist mit seinen Gedanken auf einem anderen Planeten, grübelt über einem Problem, kommt gerade vom Zahnarzt, trauert seiner Verflossenen hinterher und ist deshalbh ohnehin nicht ansprechbar. Er hat gerade seinen Job verloren, ein wichtiges Gespräch mit seiner Bank vor sich oder Ärger mit seinem Vermieter. Er ist grundsätzlich zu schüchtern oder verklemmt, hat Angst vor Enttäuschungen oder vorm Versagen. Er sieht zwar gut aus, ist aber ein Langweiler, an dem Frauen schnell das Interesse verlieren. Diese Erfahrung hat er schon zu oft gemacht und braucht keine Neuauflage.

D - Date

Endlich, das erste Date. Der Flirt war erfolgreich, jetzt kommt es darauf an, die nächste Hürde zu nehmen. Wenn Sie nicht nur einen schnellen Aufriss suchen, sollten Sie sich nicht allzu aufreizend anziehen. Lassen Sie es lieber langsam angehen. Männer lieben es, erobern zu können - ist etwas schwer zu bekommen, ist es automatisch wertvoller. Männer zeigen sich auch gern mit einer schönen, gepflegten Frau, eine auffällige dagegen ist ihnen eher peinlich. Deshalb: Ein modisch-schickes Outfit ist absolut okay, ein tiefes Dekollete mit Super-Mini, dramatischem Make up und drei Pfund Schmuck dagegen wirken übertrieben und aufdringlich. Gehen Sie zum Essen, setzen Sie nicht selbstverständlich voraus, dass er sie einlädt. Tut er es doch, bedanken Sie sich. Damit zeigen Sie, dass Sie seine Geste zu schätzen wissen. Aktivitäten, die sich außerdem für ein Date eignen: Ein Spaziergang in der Natur, ein Besuch im Museum, eine Ausstellung, gemeinsam Sport machen.

E - Eisbrecher

Was in der Wirtschaft die erste Million, ist beim Flirten der erste Satz - das größte Hindernis. Hier kann am meisten schief gehen. Und dann ist in der Regel nichts mehr zu retten. Dabei muss dieser ach so bedeutsame erste Satz gar nicht so wahnsinnig originell oder einzigartig sein. Besser liegt man mit was Unverfänglich-Unverbindlichem: „Ist hier Selbstbedienung oder kommt ein Kellner?" (im Lokal), „Wissen Sie, ob‘s in der Nähe eine Reinigung (Drogerie, Fotoladen, usw.) gibt?" (auf der Straße), „Haben Sie schon einen Blick aufs Büffet geworfen? Was ist denn da so empfehlenswert?" oder „Woher kennen Sie eigentlich die Gastgeber?" (bei Einladungen, auf Partys). Auch Komplimente kommen laut Meinungsforscher-Umfragen bei mehr als der Hälfte aller Männer gut an. Etwa: „Tolle Krawatte haben Sie an. Hat bestimmt Ihre Freundin ausgesucht..?" Ideal, wenn er antwortet: „Freundin? Isch abe gar keine Freundin..."

{mospagebreak}F - Flirtkiller

Da gibt‘s eine ganze Reihe. Es fängt mit einem ungepflegtem Äußeren oder Mundgeruch an und endet bei Schüchternheit und verlegenem zu-Boden-gucken gepaart mit stereotypen Ja-Nein-Antworten. Auch wer über sein Single-Dasein jammert oder die tragische Geschichte seiner letzten Liebe zum Besten gibt, ist nicht gerade ein attraktiver Flirt-Partner. Weitere Don‘ts: Hand vorm Mund beim Sprechen oder Lachen, Sonnenbrille auf der Nase (behindert Blickkontakt) verschränkte Arme, hektische, zappelige Bewegungen, starre Miene oder Dauergrinsen, herumzupfen an Flaschenetiketten, Kerzenwachs, Nagelhaut oder gar Pickeln (im Notfall schnell auf die Toilette verschwinden), schlecht zuhören, ständig dazwischenquatschen oder an der falschen Stelle übertrieben lachen. Tabuthemen - zumindest in der Anfangsphase des Flirts: Politik, Religion, schwere Krankheits- oder Todesfälle in der Familie, eigene Probleme (Ärger im Job, Arbeitslosigkeit, Wohnungsnot, Geldmangel), sowie Ablästern über den Ex. Auch Mode- und Kosmetikfragen sollten Sie höchstens am Rande erörtern. Das sind keine klassischen Männer-Themen, bei denen er sich als Experte ausweisen kann. Eine weitere Frage, die Sie vorsichtshalber nicht gleich in den ersten fünf Minuten stellen sollten, ist: „Was sind Sie für ein Sternzeichen?" Männer geben nur ungern zu, dass sie Horoskope lesen. Absolut Tabu: Wie süß Sie kleine Kinder finden. Selbst paarungs- und bindungswillige männliche Exemplare fühlen sich von diesen vermeintlichen Nestbau-Plänen in die Flucht getrieben.

G - Gelegenheiten

Gelegenheiten gibt es viele. Man muss nicht jeden Abend durch Kneipe oder Szene-Bars touren, um flirttechnisch zum Zug zu kommen. Ein gutes Anbändel-Pflaster ist auch der Supermarkt, idealerweise zwischen 12 und 14 Uhr (Mittagspause) und von 17 bis 20 Uhr (nach Feierabend). In diesen Zeiten sind Männer üblicherweise damit beschäftigt, Nachschub für den heimischen Kühlschrank zu organisieren. Praktischer Nebeneffekt: Ein Großteil der Supermarkt-Einkäufer sind Singles. Eventuelle Zweifel, räumt ein Blick in den Einkaufskorb aus: Sowohl Fertiggerichte (Pizza) als auch Feinschmecker-Zutaten kennzeichnen den potenziellen Flirt-Partner. Wer dagegen Fischstäbchen und Kinderschokolade zur Kasse karrt, erledigt vermutlich eher den Familieneinkauf. Weitere Flirt-Locations: Sportplätze (von Fußball bis Golf), Volkshochschul-Kurse (von Kochen bis Computer), Baggersee oder Freibäder, Züge und Flugzeuge, U- oder S-Bahnen (am besten nach Feierabend), Tankstellen, das Foyer von Kinos oder Konzerthallen (hier erkennt man an seiner Begleitung gleich, ob er zu haben ist), sämtliche Warteschlangen (Post, Bank, Kasse, Kartenverkauf, Flughafen) und natürlich der Arbeitsplatz, das Treppenhaus oder die Nachbarschaft.

H - Hemmungen

Sind verständlich, aber kontraproduktiv. Denn Sie verpassen möglicherweise eine Menge Spass. Und: Was kann schon passieren, welches Risiko gehen Sie ein? Einen Korb zu bekommen? Hierzu sei angemerkt: Männer geben Frauen nur selten und im äußersten Notfall einen Korb. Aus Neugier, Abenteuerlust oder einfach, weil sie sich geschmeichelt fühlen, lassen sie sich fast immer auf eine - zumindest erste - Annäherung ein, selbst wenn sie gebunden sind. Außerdem: Wenn Sie die nonverbalen Signale kennen, die Männer aussenden, sind Sie schon weitgehend auf der sicheren Seite (siehe Blickkontakt, Körpersprache, Signale).

I - Internet-Flirt

Wer weder Zeit noch Lust hat, sich persönlich auf den Flirtmarkt umzusehen, kann auch über Internet-Portale Kontakte anknüpfen. Unter der Adresse www.singleboersen-vergleich.de findet man kostenlos umfassende Bewertungen der größten Flirtbörsen und Partnervermittlungen. Die wichtigsten Verhaltens-Tipps: Für die Kontaktaufnahme eine eigene E-Mail-Adresse einrichten, persönliche Daten (Adresse, Telefon-Nummer, private oder berufliche E-Mail) erstmal zurückhalten. Auch wenn‘s schwer fällt: Bleiben Sie bei den Infos zur Person bei der Wahrheit und verschicken Sie ein aktuelles Foto. Verzetteln Sie sich nicht: Suchen Sie sich drei, maximal vier interessante Kandidaten aus, die sie anschreiben. Denn, ganz wichtig: Verschicken Sie keine kopierten Standard-Mails - wer nicht ganz auf den Kopf gefallen ist, merkt das und ist verstimmt - sondern verfassen Sie für jeden Ihrer Dream-Boys ein paar persönliche Zeilen. Setzen Sie fürs erste Date ein knappes Zeitlimit von ein bis zwei Stunden (gibt Ihnen bei Nicht-gefallen Rückzugsmöglichkeiten) und legen Sie das Treffen an einen neutralen Ort (Cafe, Museum, Park).

J - Ja

Sagen Sie JA zu sich selbst - das ist die beste Voraussetzung für einen beschwingten Flirt. Trainieren Sie Selbstbewusstsein. Wie? Indem Sie sich zur Abwechselung mal keine Gedanken über Ihre Fehler, Schwächen und Unzulänglichkeiten machen, sondern über Ihre Fähigkeiten, Stärken und Vorzüge. Erstellen Sie dazu eine Liste und lernen Sie sie auswendig. Wann immer sich destruktive Gedanken einstellen, flugs die Liste durchlesen. Lernen Sie vor allem, Komplimente anzunehmen. Wer auf den nett gemeinten Satz „Das ist aber ein schickes Kleid" mit einem verlegenen „Ooch, das ist doch uralt" reagiert, ist vom Status des Profi-Flirters noch meilenweit entfernt. Ein strahlendes „Danke" auf ein Kompliment verbreitet dagegen Charme und erotisches Prickeln. Und das ja schließlich die Basis eines Flirts.

{mospagebreak}K - Körpersprache

Forscher haben festgestellt: Wir vermitteln gerade mal sieben Prozent unserer Informationen über den Inhalt der Worte, 38 Prozent über Stimme und den Tonfall und 55 Prozent - also mehr als die Hälfte - über Körpersprache, Mimik und Gestik. Ein Punkt, der für den Flirterfolg von enormer Wichtigkeit ist. Und so erkennen Sie, ob die Flirt-Ampel auf Rot steht: Er wendet sich ab, verschränkt die Arme vor der Brust, dreht Kopf oder Körper weg. Auch wenn er den Bauch raushängen lässt, ist das ein schlechtes Zeichen - offenbar hält er es nicht für nötig, eine „gute Figur" machen zu müssen. Deutlichstes Abwehrsignal: Er vermeidet Blickkontakt. Grünes Licht dagegen haben Sie, wenn er entspannt und locker dasteht, seinen Körper aufrichtet, möglichst sich Ihnen zuwendet. Eine offene Beinstellung, ein federnder Gang, das Zurechtrücken der Krawatte oder Reiben der Nasenflügel zeigt ebenfalls: Ich bin interessiert. Die klarsten Signale sind natürlich: Er versucht Blickkontakt herzustellen - und hält ihn - lächelt Sie an oder wendet ruckartig seinen Kopf, nachdem Sie ihn angelächelt haben.

L - Lächeln

Was ist billiger als Strom, bringt aber weit mehr Wärme? Richtig, ein Lächeln. Es ist ein soziales Signal, besonders beim zwischenmenschlichen Kontakt. Wissenschaftler haben übrigens festgestellt: Das Lächeln einer Frau führt bei Männern zum erhöhten Aktivierungszustand. In einem Versuch wurden Studenten angelächelt, gleichzeitig ihre Gehirnströme gemessen. Das Lächeln veränderte bereits in den ersten fünf Sekunden den Erregungsgrad der Männer. Ein Blick ohne Lächeln bewirkte keine Veränderung. Grund: Männer fassen das Lächeln der Frau als persönliches Kompliment auf. Es signalisiert ihnen: „Sie hat mich wahrgenommen", „Ich gefalle ihr", „Sie möchte mich kennenlernen". Ein simples Lächeln kann die psychische Verfassung verbessern, das Selbstbewusstsein stärken und positiven Schwung in den Alltag bringen. Und das Beste daran: Ein Lächeln kostet nichts. Gehen Sie ruhig verschwenderisch damit um.

M - Mut

Vielen Frauen fehlt der Mut, auf andere zuzugehen. Und damit verschenken sie viele Flirt-Chancen und jede Menge Möglichkeiten, Spaß zu haben. Mut brauchen wir immer dann, wenn wir etwas zu tun, wovor wir eigentlich Angst haben. Wenn wir etwas riskieren, uns in eine Art „Gefahr" begeben. Andererseits: Woraus besteht die sogenannte „Gefahr"? Eigentlich existiert sie nur in unserem Kopf. Also, nur Mut: Ein Flirt ist nicht anderes, als auf unverbindliche Art mit dem anderen Geschlecht zu kommunizieren. Bestehen wir diese Herausforderung, gibt das dem Selbstbewusstsein einen enormen Kick. Und beim nächsten Mal geht‘s schon viel leichter.

N - Natürlichkeit

Angeblich das, was Männer an Frauen am meisten schätzen. Doch was genau verstehen sie unter Natürlichkeit? Sicherlich nicht Schlampigkeit, fettige Haare, Trauerränder unter den Nägeln oder ungeniertes in-den-Zähnen-bohren. Beim Wunsch nach Natürlichkeit geht es vielmehr um Authentizität. Denn Menschen, die sich verstellen oder eine Rolle annehmen, um zu gefallen, wirken gekünstelt und unaufrichtig. Mal ehrlich: Wer affektiert lacht, mit alberner Klein-Mädchen-Stimme spricht oder krampfhaft versucht, sich als verruchte Femme fatale eine geheimnisvolle Aura zu geben, wirkt einfach nur lächerlich und abstoßend. Was soll man tun, um Männern zu gefallen? Nicht darüber nachdenken - das macht verkrampft - sondern einfach man selbst sein. So gefällt man sicherlich nicht jeden - was ohnehin nicht möglich ist - aber man erreicht trotzdem noch eine ausreichend große Zielgruppe.

O - Originalität

Es gibt jede Menge Bücher mit vermeintlich originellen Anbagger-Sprüchen. Erstaunlich nur, dass sie trotzdem nicht funktionieren. Grund: Auswendig gelernte Sprüche sind weder authentisch, noch passen sie zur jeweiligen Situation oder Person. Meist wirken sie nur verkrampft und peinlich. Trotzdem gibt es originelle Ideen, die nachhaltig Eindruck hinterlassen - die sich allerdings eher für fortgeschrittene Treffs eignen. Backen Sie einen Kuchen und schreiben Sie mit Lebensmittelfarbe eine Nachricht darauf. Schicken Sie ihm in der Mittagspause seine Lieblings-Pizza ins Büro. Bringen Sie dem Hobbykoch ein paar Zwiebeln in dekorativer Verpackung mit, dem Fußball-Fan ein Feuerzeug im Ball-Format, organisieren Sie ein Überraschungs-Picknick mit seinem Lieblings-Essen.

{mospagebreak}P - Prost

So viel ist klar: Ein Drink macht locker, vor allem, wenn man von Natur aus eher schüchtern ist. Aber einer zu viel kann auch zu locker machen. Und das ist kontraproduktiv. Denn betrunkene Frauen sind für Männer eher ein Abturner und dazu noch komplett unerotisch. Es sei denn, die Kerle sind selbst total „hinüber". Aber denn erübrigt sich ein Flirt ohnehin... Auf Eroberungs-Tour empfiehlt es sich, zu jedem alkoholischen Getränk ein Wasser zu trinken. Das beugt nicht nur einem Kater vor, sondern auch der Gefahr, etwas zu tun, was man am nächsten Tag bereut.

Q - Qualität

... statt Quantität. Man kann nämlich auch des Guten zu viel tun. Überschütten Sie einen Mann nicht mit Komplimenten und Schmeicheleien. Das wirkt unehrlich und aufgesetzt. Außerdem: Einen Schüchternen bringen mehr als ein bis zwei Komplimente pro Treffen komplett aus dem Konzept und treiben ihn möglicherweise sogar in die Flucht. Wer genügend Selbstbewusstsein hat, wird entweder größenwahnsinnig oder könnte so ein Verhalten als aufdringlich und anbiedernd verstehen.

R - Reden

Angeblich sind es ja die Frauen, die immer ach so viel reden. Ein übles Gerücht, denn Tatsache ist: Bei der zwischenmenschlichen Kontaktaufnahme führt ER das große Wort. Lassen Sie ihn. Männer lieben es, sich ins rechte Licht zu rücken. Und Sie haben die Möglichkeit, ihn passiv zu betören. Abgesehen davon bekommen Sie so jede Menge wertvolle Informationen über ihn, auf die Sie bei einem eventuellen zweiten Treffen zurückgreifen können. Sie entdecken Gemeinsamkeiten, haben aber auch die Möglichkeit, abzuchecken, was Sie genau von ihm wollen. Ein weiteres Plus: Zunächst mal exponiert sich nur er, während Sie durch interessiertes Zuhören einen guten Eindruck, aber keine Fehler machen können.

S - Signale

Nicht jeder ist immer gerade zum Flirten aufgelegt, nicht mal Männer. Und sie zeigen das dann auch durch klare Signale. Eindeutige Flirtsignale sind neben Blickkontakt und Körpersprache: Er imitiert Ihre Bewegungen, trinkt, wenn Sie trinken, schlägt genau wie Sie die Beine übereinander, hat die gleiche Armhaltung. Er legt den Kopf schief - nicht nur ein eindeutiges Zeichen, dass er interessiert ist, sondern auch eine Art Unterwerfungsgeste. Will heißen: Er ist sich Ihrer noch nicht sicher, wirbt um Sympathie. Er wird rot, spielt mit Gegenständen wie Bierdeckel, Autoschlüssel oder Feuerzeug, redet wie ein Buch. Er spuckt große Töne oder macht sich so breit, dass er Raum für drei einnimmt - beides Strategien, um auf sich aufmerksam zu machen.

T - Training

Flirten kann man trainieren, nicht nur in teueren Seminaren und Kursen, sondern bei allen möglichen Gelegenheiten im täglichen Leben. Schäkern Sie mit dem Postboten oder dem Verkäufer auf dem Wochenmarkt - auch wenn Sie an beiden Null Interesse haben. Becircen Sie den Handwerker, um noch schnell einen Termin für die kaputte Waschmaschine zu bekommen. Lächeln Sie das pausbäckige Baby im Kinderwagen an, schenken Sie der griesgrämigen Hausmeisterin einen strahlenden Gruß oder machen Sie eine launige Bemerkung, wenn Sie sich in einer langsamen Warteschlange langweilen. Das alles trainiert den lockerne Umgang mit anderen Menschen - und somit die Flirtfähigkeit.

{mospagebreak}U - und Tschüss

Der heißt Flirt hat sich bei genauerer Betrachtung als lauwarm oder gar als Dünnbrettbohrer entpuppt. Oder: Sie haben festgestellt, dass der Typ zwar ganz nett ist, aber zu mehr reicht es einfach nicht. Noch schlimmer: Sie wollten nur ein unverbindliches Geplänkel, Ihr Flirt-Partner dagegen offenbar was fürs Leben. Das kann passieren. Jetzt stellt sich nur die Frage: Wie wird man ihn schnell und so elegant wie möglich wieder los? Immer gut sind nebulöse Floskeln wie „Ich muss dann mal weiter..." oder „War nett, Sie kennenzulernen". Auch vorgetäuschte Termine („Hilfe, so spät schon..."), vermeintliche Anrufe auf dem Handy, das natürlich auf Vibrationsalarm gestellt ist („Ein wichtiger Auftrag..."), oder die Erwähnung des Lebenspartners („Bin noch mit meinem Freund verabredet...") können zu einem guten Abgang verhelfen. Besteht er trotzdem auf Ihrer Telefon-Nummer oder einem Wiedersehen, hilft nur die Holzhammer-Methode: „Sorry, das möchte ich nicht." Und Tschüss...

V - Vorzüge

Das Schicksal mag bisweilen ungerecht sein. Es überschüttet die Einen mit einer Fülle von Vorzügen und vernachlässigt die Anderen. Aber kaum ein Mensch ist ohne jegliche Vorzüge ausstattet. Finden Sie Ihre heraus und betonen Sie sie. Mit Mode, Kosmetik und Haarschnitten kann man Stärken betonen und Schwächen kaschieren. Weit wichtiger als optische Vorzüge sind allerdings Persönlichkeit, Witz, Charme und Charakter. Als Trost sei hier mit einem Vorurteil aufgeräumt: Auffallende Schönheiten sind nicht etwa begehrter als die Durchschnittsfrau, sondern oft einsamer. Psychologen haben nämlich herausgefunden, dass Männer das Risiko scheuen. Und bei einer besonders attraktiven Frau wird das Risiko, eine Abfuhr zu bekommen, wesentlich höher eingeschätzt. Während Männer also heimlich von Models oder Hollywoodstars schwärmen, wählen sie die ganz normale Frau mit all‘ ihren Fehlern und Schwächen bevorzugt zur Langzeitpartnerin.

W - Was heißt das?

Der Ausdruck „Flirten" kommt nicht etwa - wie die meisten neudeutschen Begriffe - aus dem Englischen, sondern entstand in Frankreich, wo man sich ja rühmt, Experten in amourösen Angelegenheiten zu sein: „fleurter" bedeutet „blühen, sich entfalten". Und das sollte ein Flirt auch sein: Man entfaltet seinen Charme und bringt ein bisschen Sonnenschein ins Leben - ins eigene und das anderer. Flirten bedeutet, etwas zu geben, ohne sich dabei ganz herzugeben. Ein Flirt ist kein Versprechen sondern ein Spiel, bei dem alles offen ist: Es kann unverbindlich bleiben, aber auch weitergehen...

X - Xanthippe

Neudeutsch auch Zicke genannt. Etwas, was Männer in die Flucht schlägt. Hierzu sind zwei Dinge anzumerken: Für manche Vertreter des sogenannten starken Geschlechts sind Frauen bereits Zicken, wenn sie nicht auf ihre unpassenden Scherze oder fragwürdigen Komplimente eingehen. Grämen Sie sich nicht, denn diese Burschen sind ohnehin zum Abhaken. Alle anderen Fälle eines eventuellen Zicken-Vorwurfs sollten auf Sie nicht zutreffen, nachdem Sie diese Tipps gelesen haben, vor allem den letzten (zuhören). Was Sie auf keinen Fall machen sollten: Sich unter der „Androhung", als Zicke abqualifiziert zu werden, auf etwas (oder jemanden) einlassen, das (der) Ihnen gegen den Strich geht.

Y - Yang

In der chinesischen Philosophie das männliche Prinzip - im Gegensatz zum weiblichen Prinzip Yin. Auch in der Human-Biologie spielt das Y eine wichtige Rolle: Das im Zellkern enthaltene Erbgut des Menschen besteht aus X- und Y- Chromosomen. Frauen besitzen zwei X-Chromosomen, während Männer über ein X- und ein Y-Chromosom verfügen. Böse Zungen behaupten, das Y sei nur ein verkümmertes X. Was uns das sagt? Einiges. Und manchmal tröstet es sogar, wenn man von einem Y-Chromonsom-Träger eine Abfuhr bekommen hat.

Z - Zuhören:

Aktives Zuhören macht sympathisch. Denn der andere bekommt das Gefühl: Hier interessiert sich jemand für mich und versteht mich. Widmen Sie Ihrem Gegenüber Ihre volle Aufmerksamkeit, nicken Sie hin und wieder oder signalisieren Sie durch eingestreute Zustimmungslaute („Aha", „Mmh", „Tatsächlich?"), dass Sie ihm weiterhin folgen. Macht er eine Pause zum Luftholen, können Sie die eine oder andere Verständnisfrage stellen. Verzichten Sie jedoch darauf, eine ähnliche Begebenheit aus Ihrem eigenen reichen Erfahrungsschatz zum Besten zu geben. Er wird sich ausgebremst fühlen und den Eindruck bekommen, Sie zu langweilen. Doch keine Angst: Irgendwann wird ihm peinlich bewusst werden, dass er quatscht wie ein Buch und Sie überhaupt nicht zu Wort kommen lässt. Sie dagegen werden auf ihn zurückhaltend und geheimnisvoll wirken. Spätestens dann wird er alles dran setzen, mehr über Sie zu erfahren.