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Stillen schützt vor Schwangerschaft
Tatsächlich: Stillen schützt vor Schwangerschaft. Es sorgt für eine vorübergehende Unfruchtbarkeit der Frau. Verantwortlich dafür sind Hormone. Durch die Saugkraft des Babys werden bestimmte Hormone ausgeschüttet, um die Milchproduktion anzuregen – z.b. das Hormon Prolaktin (Milchbildungshormon). Gleichzeitig werden andere Hormone unterdrückt, die für den Eisprung zuständig sind – z.b. das luteinisierende Hormon. Und wenn keine Eireifung und kein Eisprung stattfindet, erfolgt auch keine Periode.
Durch das Stillen kann also die Phase der Unfruchtbarkeit verlängert werden. So die Theorie. In der Praxis sind einige wichtige Voraussetzungen für eine sichere Empfängnisverhütung notwendig. So ist es zum Beispiel wichtig, wie oft am Tag (und in der Nacht) und wie lange eine Mutter stillt, ob sie bereits zufüttert und ob sie schon eine Blutung während des Stillens hatte.
Daraus ergibt sich eine sichere Aussage: Je häufiger ein Kind an die mütterliche Brust gelegt wird, desto größer ist die Chance, daß der Eisprung hinausgezögert wird.
Die Arbeitsgruppe NFP hat bei ihren Untersuchungen über das Auftreten des ersten Eisprungs nach der Geburt bei vollem Stillen eine Zeitspanne zwischen der 14. Woche und mehr als zwei Jahren ermittelt. Auch andere Studien kommen zu ähnlichem Ergebnis. Nach den Beobachtungen von Professor Rötzer kann eine voll stillende Mutter davon ausgehen, in den ersten 12 Wochen nach der Geburt nicht schwanger zu werden. Das setzt allerdings voraus, daß dafür das Baby mindestens 6mal in 24 Stunden (davon einmal nachts) gestillt wird. Frauen, die nicht oder nur teilweise Stillen müssen damit rechnen, bereits nach vier bis sechs Wochen wieder fruchtbar zu sein.
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