Das Verhtungsstbchen
Das Thema Verhütung für drei Jahre vergessen

Es gibt viele Frauen, für die das Thema Verhütung problematisch ist, weil sie nicht täglich die Pille einnehmen aber trotz dem sicher vor einer Schwangerschaft geschützt sein wollen. Für diese Frauen ist das Verhütungsstäbchen ideal, um langfristig eine Schwangerschaft zu verhindern.

Neue Form der Kontrazeption


Bei dem Verhütungsstäbchen handelt es sich um eine innovative Form der Kontrazeption, die erst seit rund drei Jahren möglich ist und sich bei den Frauen steigender Beliebtheit erfreut. Die Methode ist denkbar einfach: Beim Frauenarzt wird ein flexibles, etwa vier Zentimeter langes und zwei Millimeter dickes Stäbchen an der Innenseite des Oberarms unter die Haut eingesetzt. Das Stäbchen enthält das Gelbkörperhormon Etonogestrel und gibt dieses in geringsten Mengen kontinuierlich in die Blutbahn ab. Ähnlich wie auch die Pille verhindert das Hormon den Eisprung. Damit schützt das Stäbchen vor einer Schwangerschaft mit nur sehr geringen Hormonmengen, ohne die Einnahme von Östrogenen, und ohne Belastung des Magen-Darm-Trakts durch Hormontabletten. Es gibt noch einen zusätzlichen Effekt, der die Sicherheit des Verhütungsstäbchens steigert: Das freigesetzte Gestagen bewirkt zugleich, dass die Schleimhaut des Gebärmutterhalses zähflüssig bleibt. Die Spermien können so nicht bis in die Gebärmutter vordringen.

Sicherheit für drei Jahre


Vor allem besteht nicht wie bei der Pille die Gefahr, die Einnahme des Kontrazeptivums zu vergessen. Vergessen kann die Frau dank des Verhütungsstäbchens vielmehr das Thema Verhütung. Diese Form der Empfängnisverhütung ist sehr sicher. Ein 100prozentiger Schutz kann wie bei allen Verhütungsmitteln nicht garantiert werden. Tatsache ist aber, dass in den umfangreichen Studien zur Testung des Verhütungsstäbchens nicht eine einzige Frau schwanger wurde. Wird das Verhütungsstäbchen zu Beginn des Zyklus eingelegt, bietet es vom ersten Tag an eine hohe Sicherheit bei der Empfängnisverhütung. Diese Schutzwirkung ist sogar nochbesser als bei der Pille: Sie ist unabhängig von Störungen beider Resorption des Hormons und wird anders als bei der Pille auch nicht beeinträchtigt, wenn die Frau zum Beispiel im Rahmeneiner Darmgrippe unter Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall leidet. Die Schutzwirkung bleibt drei Jahre lang bestehen. Danach nimmt sie allmählich ab. Die Frau kann eine andere Verhütungsmethode wählen. Dann wird das Stäbchen entfernt. Oder das Stäbchen wird vom Frauenarzt durch ein Neues ersetzt.