Verhtungspflaster
Das hormonelle Verhütungspflaster wird pro Zyklus über drei Wochen nur einmal wöchentlich für jeweils sieben Tage aufgeklebt. Die vierte Woche ist pflasterfrei. Es gilt als genauso sicher wie die Pille, aber schonender für die inneren Organe und bequemer in der Anwendung.

Das Verhütungspflaster hat ein Format von 4,5 x 4,5 cm und ist so dünn, dass es sogar unter enger Kleidung nicht aufträgt und einen hohen Tragekomfort gewährleistet ist. Es kann auf vier verschiedene Bereiche des Körpers aufgeklebt werden:
  • auf den Bauch
  • die Außenseite des Oberarms
  • den Oberkörper (außer im Brustbereich)
  • oder das Gesäß
Ein Großteil aller ungeplanten Schwangerschaften tritt trotz der Verwendung von Verhütungsmitteln ein. Eine der Hauptursachen dafür sind Anwendungsfehler. So ergab eine aktuelle Umfrage aus Frankreich unter 1.034 ungeplant Schwangeren, dass ein Fünftel dieser Schwangerschaften trotz Pille entstanden ist. Mehr als die Hälfte davon waren auf das ein- oder mehrmalige Vergessen der täglichen Tabletteneinnahme zurückzuführen.1)

So sicher wie die Pille plus 48 Stunden


Studienergebnisse haben gezeigt, dass das Verhütungspflaser genauso sicher verhütet wie die Pille. Zusätzlich führt der wöchentliche Anwendungsrhythmus dazu, dass im Vergleich zur Pille das für Frauen oft belastende Risiko des Vergessens minimiert wird; das Verhütungspflaster hat also ein Potential für größere Sicherheit. Aber das Verhütungspflaster kann noch mehr. Nach ein- oder mehrmaligem Vergessen der Pilleneinnahme ist der Verhütungsschutz oft nicht mehr voll gewährleistet. Das Verhütungspflaster hingegen bietet auch dann noch ausreichend kontrazeptiven Schutz, wenn der Pflasterwechsel an Tag 8 und 15 des Zyklus versehentlich um bis zu 48 Stunden verschoben wurde