Dreimonatsspritze
Die Atrophie des Endometriums (Schrumpfung der Gebärmutterschleimhaut, das früher als Nebenwirkung galt, wird heute therapeutisch genutzt. Hierdurch kommt es während der Behandlung langfristig zu einer Blutungsfreiheit (Amenorrhoe).

Eisenmangel wird vermieden


Durch diese Blutungsfreiheit wird auch ein Eisenmangel durch menstruellen Blutverlust, insbesondere bei Frauen mit starken und verlängerten Blutungen, vermieden.

Eine Erhöhung des Karzinomrisikos konnte bisher ebenfalls nicht festgestellt werden. Beim Endometrium-Karzinom ergibt sich sogar eine deutliche Risikoreduktion.

Eine EMNID-Studie aus dem Jahre 2000 besagt, dass nur ca. 29 % der Frauen eine monatliche Menstruation wollen, während 41% eine monatliche Blutung ablehnen. Gründe dafür sind anfänglich geringe, dann entfallende Menstruationsbeschwerden (67%), eine einfachere Hygiene (53%) und eine damit verbundene höhere Lebensqualität.

Die vom Arzt oder Ärztin alle 3 Monate verabreichte Spritze Dreimonatsspritze kommt auch Frauen entgegen, die Schwierigkeiten mit der pünktlichen Einnahme einer Pille haben. Die diskrete Applikationsform erleichtert die Verhütung für Frauen, für die sich aus religiösen oder kulturellen Wertvorstellungen andere Verhütungsmethoden verbieten.

Die Dreimonatsspritze stellt in vielerlei Hinsicht eine Alternative zu anderen, bekannten Verhütungsmitteln dar. Sie liegt daher ganz besonders im Trend des Wunsches der Frauen, von einer möglichen Blutungsfreiheit bei sicherer Verhütung zu profitieren. Rat suchende Anwenderinnen sollten daher mit ihrem Frauenarzt/-ärztin besprechen, ob diese Art der Verhütung für sie in Frage kommt.