Die Spirale / Intrauterinpessar
Kleines T – große Wirkung

Abb. Spirale / Intrauterinpessar
Abb. Spirale / Intrauterinpessar
Tief Luft holen, ein paar Augenblicke den Schmerz ertragen – und fünf Jahre lang nicht mehr an das Thema Verhütung denken. Kann nicht sein? Doch, die Hormonspirale ist ein fast so sicherer Empfängnisschutz und wird vom Frauenarzt während einer gynäkologischen Untersuchung eingesetzt. Die Einlage selbst kann sehr schmerzhaft sein.

Menstruationsbeschwerden werden deutlich gemindert

Große Wirkung, aber unspektakulär klein ist das T-förmige Kunststoffteil. Es verhindert, daß sich eine befruchtete Eizelle einnisten kann. Die Hormon-Spirale enthält das weibliche Hormon Gestagen . Kontinuierlich werden kleine Mengen des Gelbkörperhormonsabgegeben. Das verhindert, daß sich die Gebärmutterschleimhaut richtig aufbauen kann. Siedünn, das bedeutet weniger Blutverlust während der Menstruation. Ein Vorteil, denn so lassen sich starke und sehr schmerzhafte Menstruationsbeschwerden mit der Hormonspirale behandeln. Außerdem verdickt sich der Schleimpfropf am Gebärmuttereingang und versperrt den Spermien den Weg in den Eileiter. Der Pearl-Index liegt bei 0,16. Zum Vergleich: Bei der Pille liegt er zwischen 0,1 und 0,9.

Empfängnisschutz besteht sofort und rund um die Uhr


Der Empfängnisschutz besteht ab dem Einsetzen der Spirale und damit entfällt das tägliche und pünktliche Einnehmen der Pille. Für Frauen, die am Morgen vor Schlaftrunkenheit froh sind, wenn sie einen Bus vom Postkasten unterscheiden können, sicher eine prima Sache. Es kannin den ersten drei bis vier Monaten nach dem Einsetzen zu unregelmäßigen und auch schmerzhaften Blutungen kommen. Danach ist dann aber alles okay, falls nicht, muß die Spirale wieder gezogen werden . In wenigen Fällen stößt der Körper die Hormonspirale ganz ab, manchmal kommt es auch zu Entzündungen. Alle sechs Monate sollte der Sitz der Spirale überprüft werden.

Spirale trotz Vorteile nicht für jede geeignet


Auch wer keine östrogenhaltigen Pillen schlucken möchte, oder sie einfach nicht verträgt, ist mit der Spirale recht gut beraten. Dennoch raten nicht alle Frauenärzte zu dem kleinen Eingriff. Diskutiert wird immer wieder darüber, ob sie für Frauen geeignet ist, die noch keine Kinder geboren haben. Oft ist die Gebärmutter dann zu klein. Auch bei Fehlbildungen oder gutartigen Verwachsungen (Myomen) in der Gebärmutter wird abgeraten.