Verhtungsschwamm
Die Darreichungsform ist neu, die Idee dagegen alt. Der Verhütungsschwamm ist ein kleiner, runder Schwamm aus Polyurethan, der mit Nonoxynol-9 imprägniert ist. Er hat eine Schlaufe, damit man ihn besser entfernen kann. Seine Anwendung ist leicht: Einfach mit Wasser anfeuchten und ihn – ähnlich wie ein Tampon – tief in die Vagina und vor den Gebärmutterhals einführen. Die spermizide Wirkung entfaltet sich sofort, es muß also keine Wartezeit eingehalten werden. In der Scheide muß er mindestens sechs Stunden nach dem Verkehr liegen bleiben, höchstens aber 30 Stunden. Entscheidender : In dieser Zeit muß kein weiteres Spermizid verwendet werden. Der Schwamm ist federleicht, einfach zu handhaben, unauffällig und hält auch mehreren Samenergüßen stand. : Als alleinige Verhütungsmethode zu unsicher (Pearl-Index von ca. 20) und zu teuer. 3 Schwämme kosten ca. 15 Mark. Gibt’s in der Schweiz unter dem Namen „Benzaltex“ oder in USA unter dem Namen „Today“. Hierzulande sind sie in internationalen Apotheken zu bekommen.

Tips zur Anwendung von Spermiziden

  • Achten Sie auf die Gebrauchsanleitung! Jedes Präparat hat seine Eigenheiten.
  • Chemische Verhütungsmittel sollten vor jedem Geschlechtsverkehr angewendet werden – also auch bei nochmaligem Verkehr rechtzeitig ein weiteres Zäpfchen oder ähnliches einführen (gilt nicht für den Schwamm).
  • Nach dem Einführen unbedingt zehn Minuten warten! Solange braucht der samenabtötende Stoff, bis er voll aktiviert ist.
Gut kombiniert

Früher war es so, daß manche Spermizide sich nicht mit Kondomen vertragen haben. Ihr Fettgehalt griff das Material an und machte das Verhüterli porös. Mittlerweile ist die Gefahr gebannt: Alle Spermizide können mit Kondomen verwendet werden.

Ein Diaphragma muß sogar immer mit Gel oder Creme kombiniert werden. Dem dickeren Diaphragmamaterial können Spermizide nichts anhaben. Einem Frauenkondom (es besteht aus schwer reißbarem Polyurethan-Kunststoff) übrigens auch nicht.
 
Chemische Verhütungsmittel sind gänzlich ungeeignet für den Dauereinsatz – denn sie sind zu unsicher. Außerdem können sie bei Personen mit empfindlicher Haut die Schleimhaut reizen oder geringfügig verletzen. Dann haben Bakterien und Viren leichtes Spiel.
 
Sicherheit

Werden Scheidentabletten, Cremes oder Gele als einzige Verhütungsmethode angewendet, ist nur eine geringe Zuverlässigkeit zu erwarten: Der Pearl-Index liegt bei etwa 25. Insgesamt gesehen sind Spermizide nur in Kombination mit anderen Mitteln eine sinnvolle und sichere Methode.
 
Die Methode ist nicht sinnvoll...
  • für Paare, die auf die Wirkstoffe allergisch reagieren