Das Kondom
Verhüterli, Präser, Gummi, Pariser, Lümmeltüte – sie alle meinen das gleiche: ein Kondom. Kaum ein Verhütungsmittel hat so viele Namen und kaum ein Verhütungsmittel wird hierzulande häufiger benutzt: Im letzten Jahr wurden etwa 192 Millionen Kondome an den Mann gebracht. Kondome sind eine simple Barriere: Sie sind eine physische Hülle aus Gummi, umhüllen den Penis und fangen austretende Samenfäden im Reservoir auf. Klar, das diese dann nicht in die Vagina gelangen. Das klingt einfach. Aber es war schwierig, ein geeignetes Material zu finden.

Von Panzer und Spinnweb


Die Franzosen bezeichnen das Kondom wohl wegen dem Ritterschlag heute noch als „Capote anglaise“ – englische Kapuze. In einem berühmten Brief schrieb Madame de Sévigné im Jahre 1671 an ihre Tochter über das Kondom: „Es ist ein Panzer gegen das Vergnügen, aber ein Spinnweb gegen die Gefahr“. Noch heute umschreibt man in England das Verhüterli mit „French Letter“ – Franzosenbrief, während sich bei uns die Bezeichnung „Pariser“ eingeschlichen hat.

Gerillt, genoppt oder mit Stacheln?


Dennoch hier ein kurzer Steckbrief: Ein dünner, am oberen Ende geschlossener Schlauch aus Naturgummi (Latex). Mit 0,04-0,08 Millimeter ist er hauchdünn, dünner als menschliche Haut, aber dennoch so elastisch und dehnbar, daß locker 18 Liter Luft hineinpassen, ohne zu platzen. Darum gibt es Kondome auch in Einheitsgröße – sie passen über jeden Penis.

Gummi für Gummi Qualität
  • Nur wo Qualität draufsteht, ist auch welche drin. Deshalb nur Kondome mit dem CE-Prüfzeichen verwenden: CE plus Nummer.

  • Schauen Sie vor dem Kauf auf das Haltbarkeitsdatum. Ist es überschritten, oder fühlt sich das Gummi hart und brüchig an: ab in die Mülltonne damit. Die Wahrscheinlichkeit, daß es beim Verkehr reißt, ist extrem hoch.

  • Die Verpackung muß unbeschädigt sein. Verliert die Packung beim draufdrücken Luft, wählen Sie lieber eine andere.