Die Portiokappe
Für wen sie gedacht ist

Sie ist generell für alle Frauen geeignet und hat gegenüber dem Diaphragma den Vorteil, daß sie auch Frauen mit einer Senkung des Beckenbodens angepaßt werden kann.
Was ist besser: Hütchen oder Regenschirm?

Diaphragma oder Portiokappe: Sie haben die Qual der Wahl. Fakt ist, bei der richtigen Anpassung und Anwendung sind beide gleich zuverlässig. Aber jede Frau hat einen anderen Geschmack. Während die eine Frau eine Portiokappe „niedlich“, „unauffällig“ und „ästhetisch“ findet, sagt die andere Frau, daß ein Diaphragma handlicher und übersichtlicher sei. Meistens hängt es schlicht und einfach davon ab, welche der beiden Latexmembranen besser paßt und einfacher zu handhaben ist.
 
Anwendung
  • Füllen Sie in die Portiokappe einen erbsengroßen Klecks Gel. Geben Sie nicht mehr hinein, sonst wird es vom Muttermund verdrängt, wenn er in die Kappe getaucht wird. Dadurch tritt das Gel über den Rand und der kann sich nicht mehr am Gebärmutterhals festsaugen.
  • Drücken Sie die Kappe zwischen Daumen und Zeigefinger so weit zusammen, daß sie sich leicht in die Scheide schieben läßt.
  • Hocken oder stellen Sie sich bequem hin, am besten mit einem Bein auf Bettkante oder Stuhl. Spreizen Sie mit der anderen Hand die Schamlippen und führen Sie die schmalgedrückte Kappe mit der Öffnung voran so in die Scheide, daß die Kappe direkt auf den Muttermund zusteuert. Schieben Sie sie dann mit einem Finger nach, bis die Kappe direkt vor der Portio, dem Muttermund, „andockt“.
  • Ganz wichtig ist das Nachtasten. Probieren Sie, ob Sie den Muttermund durch die weiche Gummimembran der Kappe hindurch fühlen können.
  • Bei manchen Frauen klappt es: Umfahren Sie mit der Fingerspitze den Gebärmuttermund. Dann können Sie feststellen, ob die Kappe auch wirklich tief über den Muttermund gestülpt ist oder nur oben auf sitzt. Oder aber Sie arbeiten nach dem Ausschlußprinzip: Wenn Sie den Gebärmutterhals nicht mehr tasten können, können Sie sicher sein, daß er unter der Portiokappe liegt.