Schleim beobachten
Ihre Sinne sind gefragt

Sie können den Zervixschleim auf verschiedene Weise beobachten:
  • Empfinden: Machen Sie sich tagsüber bewußt, was Sie am Scheideneingang empfinden. Haben Sie das Gefühl, es ist dort trocken, daß es unangenehm juckt, sich feucht oder naß anfühlt? 
  • Fühlen: Zwei Möglichkeiten: Entweder Sie tasten mit dem Finger am Scheideneingang oder Sie wischen mit Toilettenpapier darüber. Sie können regelrecht fühlen, an welchen Tagen im Zyklus Sie sich befinden. An einigen Tagen gleiten Finger oder Papier besser über den Scheideneingang als an anderen Tagen. 
  • Sehen: An manchen Tagen ist der Zervixschleim sichtbar – auf dem Toilettenpapier oder wenn er nach dem Wasserlassen auf dem Wasser schwimmt. Jetzt heißt es, aufmerksam zu sein: Ist er gelblich, weißlich, klumpig, cremig oder dehnbar, glasig – wie rohes Eiweiß?
Schleimbeobachtung

Die Überprüfung des Schleimes kann zu jeder Tageszeit stattfinden und sollte abends notiert und in das Kurvenblatt eingetragen werden. Dafür gibt es gängige Kürzel:
  • t für trocken
  • n für kein Schleim gesehen
  • f für feucht
  • S für Schleim „minderer“ Qualität (er ist also milchig, klebrig, klumpig, nicht ziehbar) S+ für gute Schleimqualität (er ist glasig, klar, wie rohes Eiklar, dehnbar, spinnbar)
So funktioniert’s

Für die Bestimmung des Endes der fruchtbaren Phase ist der sogenannte Schleimhöhepunkt entscheidend.

Dabei gilt die Regel: Der Höhepunkt des Schleimsymptoms (SH) ist der letzte Tag, an dem die beste Schleimqualität festgestellt wurde.

Dieser Höhepunkt ist natürlich immer erst im nachhinein feststellbar. Und zwar dann, wenn ein Umschwung von sehr guter Qualität (S+) zu Schleim von „minderer“ Qualität (S) sichtbar ist. Sobald der Schleimhöhepunkt festgestellt wurde, rechnen Sie noch drei Tage als Sicherheit dazu. Am dritten Abend nach dem Schleimhöhepunkt ist das Schleimsymptom ausgewertet.
 
Doppelt gemoppelt schützt besser


Morgens wird die Körpertemperatur gemessen und tagsüber die Zervixschleimkonsistenz beobachtet. Die festgestellten Werte beider Symptome trägt man einfach in ein spezielles Zyklusblatt und nutzt beide Ergebnisse zur doppelten Kontrolle. Mit einer Sicherheit: Erst wenn beide Auswertungen grünes Licht geben, beginnen die unfruchtbaren Tage.
 
Hierfür gibt es die Regel: Die unfruchtbare Phase nach dem Eisprung beginnt: entweder am Abend des dritten Tages mit Temperaturerhöhung oder am dritten Abend nach dem Schleimhöhepunkt. Je nachdem, welches dieser beiden Symptome zuletzt auftritt.