Zurck bleibt eine Narbe

Nach dem Eisprung bleibt an der Stelle im Eierstock, wo vorher der Ei­Follikel sa, ein kleiner Krater zurck. Dieser sammelt in seiner Mulde einen gelben Farbstoff und verwandelt sich in eine Drse, auch Gelb­krper genannt. Neben strogen wird hier mit Hilfe von LH noch ein weiteres Hormon, das Progesteron, produziert. Sein Name bedeutet »auf die Schwangerschaft zu« - und genau das ist seine Aufgabe: Das Progesteron oder Gelbkrperhormon lebt wie ein gut gelaunter Gast­wirt. Es sorgt dafr, da die Gebrmutterschleimhaut bestens mit Nhrstoffen versorgt ist, damit es der einnistenden Eizelle an nichts mangelt und sie sich pudelwohl fhlt. Trotz des perfekten Zusammen­spiels der Hormone, ihres guten Willens und der umfangreichen Vor­kehrungen, gelangt die Eizelle oft gar nicht ins gemachte Bettchen. Denn tatschlich kommt es nur ganz selten zu einer Befruchtung. Erst eine befruchtete Eizelle gibt dem Gelbkrper eine Aufenthaltsgenehmi­gung mit Arbeitserlaubnis. Bekommt er dagegen kein Signal von einer befruchteten Eizelle, bleibt er nicht lange vor Ort: Nach 10 bis 16 Tagen schrumpft er zusammen und bleibt als Narbe auf dem Eierstock zurck. Die strogen- und Progesteronbildung wird eingestellt und die Gebrmutterschleimhaut abgestoen. Die Menstruation setzt ein -und ein neuer Zyklus beginnt. Der einzige festgelegte Zeitabschnitt in einem Menstruationszyklus ist die Zeit zwischen dem Eisprung und der nchsten Blutung: Sie betrgt 12 bis 16 Tage.

TIP! Den Zeitpunkt des Eisprungs kann man in einem Zyklus nicht vorher bestimmen, nur hinterher.