Jedes Mädchen hat bereits bei der Geburt rund 400.000
Eizellen in ihren Eierstöcken. Theoretisch kann jede dieser Eizellen in den kleinen
Follikeln (Taschen) heranreifen und nach dem Eisprung befruchtet werden. Tatsächlich aber verringert sich ihre Anzahl bis zur Pubertät um die Hälfte. Das ist noch immer weitaus mehr, als eine Frau jemals brauchen kann.
Etwa in der Mitte des Zyklus signalisiert das Ei: »Es kann losgehen«. Je reifer der Eifollikel wird, desto mehr Östrogen gelangt ins Blut und somit auch zum Gehirn. Ist ein bestimmter Östrogen-Spiegel erreicht, stoppt die Hirnanhangsdrüse die Ausschüttung des FSH und kurbelt statt dessen ein anderes Hormon an: das luteinisierende Hormon (LH). LH strömt über die Blutbahn direkt zu den Eierstöcken und bringt dort den Eifollikel zum Platzen. Jetzt findet der Eisprung (Ovulation) statt: Das Ei springt aus dem Follikel, wird von den fingerartigen Fortsätzen des
Eileiters aufgenommen und wartet im äußeren Drittel des Eileiters auf die Befruchtung durch ein Spermium.