Ist die Pille immer noch das beliebteste
Verhütungsmittel?
Viele
Frauen sind sich der höheren hormonellen Belastung durch die Pille bewusst und
entscheiden sich heute für die Minipille (5,2 %) und den Verhütungsring - das
Kombinationspräparat mit der niedrigsten Östrogendosierung in Deutschland.
Besonders
bemerkenswert: Nur vier Jahre nach Verkaufsstart ist der Verhütungsring bereits
die zweit beliebteste
Hormonelle Verhütungsmethode der Frauen (6,1 %)*. Neben
der niedrigen Dosierung führen Experten diesen Erfolg vor allem auf die
einfache Anwendung und den hohen Empfängnisschutz - auch bei
Magen-Darm-Problemen - zurück.
3-Monats-Spritze,
Hormonspirale, Verhütungsstäbchen und Hormonpflaster bieten zwar auch Vorteile,
finden bei Frauen aber insgesamt bisher kaum mehr Zustimmung als der
Verhütungsring allein.
Welche Verhütungsmethoden darf man während der Stillzeit
anwenden?
Grundsätzlich
können alle hormonfreien
Verhütungsmittel in der Stillzeit
angewendet werden. In den verschiedenen
Verhütungsmitteln enthaltenen Hormone gehen
in die Muttermilch über. Vor allem Kondome oder sogenannte
Barrieremethoden wie Diaphragma, Spirale oder Portiokappe sind geeignet. Der
Verhütungsring ist als Verhütungsmethode während der Stillzeit ungeeignet, da
er wie die Kombinationspräparate der Pille Östrogen und Gestagen enthält und
sich negativ auf die Milchproduktion und die Zusammensetzung der Muttermilch
auswirken kann. Frauen, die nicht stillen, sollten frühestens 21 bis 28 Tage
nach der Geburt mit der Anwendung beginnen.
Stimmen die Vorurteile die man zum Thema Verhütung mit
Vaginalring immer noch hört?
Nein,
denn klinische Studien zeigen, dass über 80% der Anwenderinnen und über 70% der
Partner den Ring beim Geschlechtsverkehr nicht spüren. Auch gehört es in den Bereich der Märchen,
dass der Ring während des Verkehrs herausrutschen kann oder den Partner
behindert. Nach einiger Übung bereitet das Einsetzen bzw. Herausnehmen des
Vaginalrings den meisten Frauen
keinerlei Probleme.
Was sind die größten
Vorteile des Verhütungsrings?
- Nur 1x im Monat an Verhütung denken
- Sehr sichere und bequeme Methode
- Kein Stress beim Sex
- Geringe Hormondosis
- Erbrechen und Durchfall beeinträchtigen
die Wirkung nicht
- Sehr stabiler Zyklus, das heißt:
Zwischenblutungen treten seltener auf als bei der Pille
- Keine Probleme mit Zeitverschiebung in
Urlaub oder während Geschäftsreisen
Wie wirkt die Pille danach?
Die
sogenannte Pille danach besteht genau genommen aus zwei Tabletten, welche
Gestagen in sehr hoher Dosierung enthalten. Sie müssen 12 bis 24 Stunden,
spätestens jedoch 72 Stunden nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr
eingenommen werden. Die verschreibungspflichtigen Tabletten sind jedoch streng
genommen keine Verhütungsmethode im eigentlichen Sinn. Die Einnahme der
Tabletten in einem genauen Zeitfenster verhindert, je nach Zeitpunkt des
ungeschützten Geschlechtsverkehrs, den Eisprung, erschwert den Transport der
Eizelle durch den
Eileiter oder verhindert die Einnistung einer bereits
befruchteten Eizelle.
*Quelle: Organon GmbH